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Rund um Weihnachten -
Traditionen um Weihnachten
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Weihnachten in RusslandWeihnachten in Russland wird erst in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar gefeiert. Das war jedoch nicht immer so. Im alten Zarenreich gab es einen anderen Kalender. Während Europa seit 1582 den gregorianischen Kalender benutzte, blieb in Russland der juliansche Kalender in Gebrauch. Die Differenz zwischen den Kalendern beträgt 13. Tage. Nach der Oktoberrevolution 1918 führte Russland den gregorianischen Kalender ein. Die Bolschewiki verboten Weihnachten und alle damit verbundenen Traditionen, wie den Weihnachtsbaum. Die Kirche weigert sich noch heute, die Kalenderreform der gottlosen neuen Machthaber zu übernehmen. Deshalb gibt es noch immer diese 13 Tage Unterschied
beim Weihnachtsfest, nicht aber bei Silvester.
Weihnachten in Russland ist anders als sonst in Europa. Es gibt keinen Heiligen Abend, keine Weihnachtslieder und keinen Weihnachtsmann an Weihnachten. Man empfängt am 6. und 7. Januar seine Freunde. Seit einigen Jahren besuchen mehr und mehr Russen die Kirchen und nehmen an langen Weihnachtsgottesdiensten teil. In Russland gibt es traditionelle Weihnachtsmärkte. Die Leute singen, tanzen und feiern dort. Patenkinder besuchen ihre Pateneltern, die meist Freunde oder sogar Verwandte der Eltern sind. Die Weihnachtsfeier verwandelt sich so in ein Familien- oder Freundschaftstreffen. Es gibt nur kleine Geschenke, oftmals etwas selbst gebackenes oder gebasteltes.
Das Weihnachtsessen in Russland besteht aus traditionellen russischen Salaten, die auch während anderer Festlichkeiten gereicht werden. Außerdem gibt es noch Kutja, ein sehr altes breiähnliches Gericht aus Weizen oder anderen Getreidekörnern. Manchmal wird Kutja mit Rosinen, Honig und Mohn serviert. Das soll Hoffnung symbolisieren.
Weihnachten ist für die Meisten eine Fortsetzung von Silvester. Es wird viel gefeiert. Das Fernsehprogramm ist sehr vielseitig und reichhaltig. Jährlich gibt es ein Weihnachtstreffen bei Alla Pugatschowa, das zu einer Tradition zu Weihnachten geworden ist. Alla Pugotschowa ist der berühmteste Schlagerstar in Russland. Sie lädt andere berühmte Gruppen, Sänger und andere Prominente zu diesem Konzert ein.
Am 13. Januar kann, wer immer noch nicht genug vom Feiern hat, noch ein zweites Mal Silvester feiern, diesmal nach dem alten Kalender. Silvester am 31. 12. gibt es dann den üppig geschmückten Weihnachtsbaum (Jolka). Väterchen Frost bringt die Geschenke. Weihnachten in Russland findet also zeitversetzt zu den anderen europäischen Festen statt.
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