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Weihnachten in Italien
Rund um Weihnachten - Traditionen um Weihnachten

Weihnachten in Italien

Weihnachten in Italien ist vor allem ein Fest für die Kinder. Am 6. Dezember legt „San Nicola“  Geschenke für die Kinder vor ihre Zimmertüren. Er ist allerdings nicht wie ein Bischof gekleidet, wie der Nikolaus in Deutschland.
Am 13. Dezember, dem „Santa Lucia“, gibt es wieder kleine Geschenke für die Kinder. Die heilige Lucia ist die Lichterkönigin.  Sie liebte die Armen. Noch heute wird das mit einer Mahlzeit für die Armen gefeiert. „Torrone die poveri“ nennt sich das Gericht. Kichererbsen werden in Zucker gekocht, bis daraus eine feste Masse entsteht. Dieser Brei ist sehr sättigend.

Weihnachten ...
in Italien ist mit vielen Traditionen verbunden. Auf Sizilien ist „Weihnachtspoker“ sehr beliebt. Zur Finanzierung der Weihnachtsgeschenke wird um Geld Karten gespielt.
Am 23. Dezember verkleiden sich Kinder als Schäfer. Sie ziehen von Haus zu Haus und singen mit Flötenbegleitung. Dafür gibt es etwas Geld oder Süßigkeiten. Der Brauch geht auf die armen Hirten in früheren Zeiten zurück. Sie hatten kaum Geld und spielten in der Vorweihnachtszeit alte Volksweisen auf Dudelsack und Hirtenflöten und verdienten sich so etwas dazu.

Am Tag vor Weihnachten wird gefastet. Erst am 24. Dezember gibt es ein großes Festmahl. Dazu gehören Fisch, Gemüse oder Truthahn. „Panettone“ ist ein Weihnachtskuchen und wird meist als Nachtisch gereicht.
Der Weihnachtsbaum wird vor dem Essen aufgestellt und geschmückt. Am 25. Dezember kommt morgens früh das Christkind. Es legt die Geschenke vor die Schlafzimmertür der Kinder oder unter den Tannenbaum.
Fast alle Italiener sehen sich die Mitternachtsmesse vom Papst im Petersdom in Rom an. Selten ist der Platz vor dem Petersdom so voll, wie an Weihnachten. Doch die meisten Italiener müssen mit der Übertragung im Fernsehen vorlieb nehmen.

Größere Geschenke gibt es erst am 6. Januar, dem Dreikönigstag. Die werden von der guten Hexe Befana gebracht. Böse Kinder bekommen nur Kohlen oder Asche. Die Kinder hängen ihre Strümpfe an den Kamin oder stellen ihre Schuhe vor die Tür. Die Hexe kommt traditionell durch den Schornstein. Sie rutscht durch den Kamin und verteilt Geschenke. Angeblich tut sie das, weil Befana in allen Häusern das neugeborene Jesuskind vermutet.