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Räuchermännchen aus dem Erzgebirge
Rund um Weihnachten - Traditionen um Weihnachten

Räuchermännchen aus dem Erzgebirge

Räuchermännchen aus dem Erzgebirge haben Tradition. Die Räucherfiguren, die vor Ort „Raachermannel“ heißen, gibt es in den verschiedensten Ausführungen.
Das Räuchermännchen ist ein fester Bestandteil des Brauchtums in der Erzgebirgsregion. Besonders in der Weihnachtszeit sind die kleinen Kerle beliebt.

Geschichte des Räuchermännchens

Erstmals erwähnt wurde das Räuchermännchen zwischen 1820 und 1830. Seitdem ist es, besonders natürlich in der Erzgebirgsregion nicht mehr wegzudenken. Die Räuchermänner wurden von Spielzeugmachern aus der Region entwickelt. Sie sind zum Abbrennen von Räucherkerzen gedacht. Inzwischen gibt es eine Vielzahl der unterschiedlichsten Räucherkerzen und –kegel, in den verschiedensten ...
Duftnoten. Standardaromen sind Lavendel, Weihnachtsduft, Weihrauch, Lemon, Orange, Kaffee, Tanne, Veilchen und Kokos.

Den Spielzeugmachern kam die Idee beim Beobachten der Pfeifenraucher. Tabak war damals ziemlich in Mode. Die ersten Räuchermännchen waren aus Teigmasse und Papier. Auch Sägemehl und Schlämmkreide kamen zum Einsatz. Bald wurde Holz aber zum beliebtesten Material. Der Körper besteht aus zwei hohlgedrechselten Teilen. Im Inneren kann die Räucherkerze sanft glimmen. Der Rauch entweicht durch die Mundöffnung des Räuchermannes.

Aus Seiffen, Olbernhau und Marienberg stammen die bekanntesten Hersteller. Oft kann man am Design des Räuchermännchens die Erzgebirgische Manufaktur erkennen, die es hergestellt hat. Viele Hersteller haben erfolgreiche Serien entworfen. Jährlich erscheinen neue Räuchermännchen, immer zur Freude von Sammlern.
Motive
Es gibt die unterschiedlichsten Räuchermänner. Sie unterscheiden sich in Größe, Farbe und Design. Viele Räuchermännchen zeigen Berufe wie Bergleute, Baumfäller, Förster, Waldarbeiter, Hausierer, Ärzte, Bäcker, Eisenbahner, Schornsteinfeger, Feuerwehrmänner oder ähnliche. Es gibt mehr als 1000 unterschiedliche Modelle. Inzwischen gibt es auch ganz moderne Motive wie Angler-Räuchermänner, Fußballer, Golfer, Ski- oder Snowbordfahrer und viele mehr. Die meisten Räuchermännchen haben eine Größe zwischen 15 und 40 Zentimeter. Allerdings gibt es auch deutlich größere Exemplare.

Räuchermännchen sind immer männlich, obwohl es inzwischen auch schon ein paar Ausnahmen gibt, wie Kühe, Elche, Elefanten, Pinguine, Eulen und sogar eine Katze in einem Kürbis. So unterschiedlich die Geschmäcker, so unterschiedlich die Angebote.

Weihnachtsdüfte gehören zu Weihnachten einfach dazu. Das fängt beim Backduft der Plätzchen und Weihnachtsstollen an und geht bis zu den Wohlgerüchen, die aus einem Räuchermännchen kommen. Nicht nur die Räuchermänner werden im Erzgebirge hergestellt, sondern auch die Räucherkerzen dazu. Auch diese Herstellung hat eine lange Tradition. Früher wurden die kleinen Kegel noch von Hand geformt. Inzwischen gibt es dafür Maschinen. Der Brei besteht aus Holzkohle, Kartoffelmehl als Bindemittel, Sandelholz, Rotbuchenmehl und einigen anderen Ingredienzien. Diesem Brei wird noch ein Duftstoff beigemischt. Der beliebteste Duft ist Weihrauch, aber auch exotische Düfte wie Ambra, Mastix, Perubalsam oder Kumarin sind sehr in Mode gekommen.  Die Rohbreie werden zu kleinen Kegeln geformt und getrocknet.

Wenn man sich einen Erzgebirgischen Räuchermann kauft, gehören auch die Räucherkerzen aus der Region dazu.